Fazit der »Wolfssucht-Leserunde« auf LovelyBooks

Nasse Grüße zum Wochenende! Ich hoffe, ihr sitzt alle im Trockenen und wurdet nicht wie ich in Wien von sintflutartigem Regen erschlagen. Da schlechtes Wetter aber bekanntlich Schreibwetter ist, habe ich die Zeit genutzt und zwischen all der Uni-Lernerei ein bisschen getippt. Hier ist mein Fazit zu der Leserunde von »Wolfssucht« auf LovelyBooks  🙂

 

LovelyBooks Logo

 

Was ist LovelyBooks?

Für die ganz Unbedarften: Was genau ist LovelyBooks eigentlich? Ich zitiere aus Wikipedia:

 

LovelyBooks.de ist ein webbasiertes soziales Netzwerk [] für Literaturinteressierte. [Es] gilt als eines der größeren deutschsprachigen sozialen Büchernetzwerke. [] Mitglieder können Bücher in einem virtuellen Bücherregal sammeln oder auf eine Wunschliste setzen. [] In Gruppen wird über Bücher diskutiert oder diese werden durch persönliche Nachrichten von Freunden empfohlen. Eine Auswahl an Mitgliedern erhält neue Bücher, um sie in Testleserunden vorzustellen.

 

Ganz kurz gesagt: Ein soziales Netzwerk, in dem sich Verlage, Autoren und Leser miteinander austauschen können.

 

Die ersten Schritte?

Die waren ganz einfach: Als Leser kann sich jeder mit einem persönlichen Konto anmelden. Autoren werden auf Anfrage als solche mit einem Schreibfeder-Button auf ihrem Profilbild gekennzeichnet.

Mein Konto war also freigeschaltet und ich verschickte meine Anfrage an das LovelyBooks-Team. Und dann kam das erste – und Gott sei Dank einzige – Aber: Ich wurde freundlich aufgeklärt, dass nur Schreiber mit Verlagsveröffentlichungen als Autoren verifiziert werden könnten. Meine Antwort, dass ich schon mehrere Kurzgeschichten bei Verlagen veröffentlicht hatte,  wurde ignoriert. Anscheinend zählen nur »größere« Veröffentlichungen.

Habe ich mich geärgert? Nein, nur mit den Schultern gezuckt. Egal, ob Selfpublisher oder nicht, man muss als Künstler einfach dickes Fell beweisen. Und da man auch als »normales« Mitglied Leserunden veranstalten kann – der Grund, warum ich mich auf LovelyBooks angemeldet hatte -, legte ich sofort los.

 

Was ist eine Leserunde und wie läuft sie ab?

(Hier ist nur das Allerwichtigste aufgegriffen. Die beste Vorstellung bekommt man noch immer, wenn man sich Leserunden auf LovelyBooks besieht – schon in meine geguckt?)

In einem Leserunde-Thread wird ein Buch von mehreren Lesern besprochen. Das können Leser sein, die das Buch schon besitzen und dazu einen guten Austausch haben wollen. Oder Leser, die sich für die Rezensionsexemplare eines Autoren bewerben, der eine Leserunde eröffnet hat, und die im Anschluss eine Rezension zu dem Buch liefern.

Wir gehen von dem Szenario aus,  dass Rezensionsexemplare vom Autor geboten werden – so, wie ich es auch bei »Wolfssucht« gemacht habe. Eröffnet man als Autor eine solche Leserunde, legt man einen Zeitraum fest, in dem sich Leser für ein Buch bewerben können; ich habe mich für 7 Tage entschieden. Dann wählt man aus, wie viele Rezensionsexemplare man vergeben möchte.

Ich habe zunächst 2 Print-Exemplare und 8 E-Books verlosen wollen. Als ich dann merkte, dass die Print-Nachfrage viel größer ist, habe ich mich umentschieden, 4 Print-Exemplare und 6 E-Books anzubieten. Losgeworden bin ich alle Exemplare problemlos, da ich an die 30 Bewerbungen hatte: Eine Zahl, mit der ich als Newbie überhaupt nicht gerechnet habe! Hat man ein ansprechendes Cover und eine ebenso ansprechende Beschreibung (das sage ich nicht über mich selbst, das haben die Leser gesagt 😉 ), kann man auch als absoluter Neuling gut Bewerbungen bekommen.

 

Wie war die Leserunde selbst?

Ein … fach …  toll!

Ich muss zugeben, dass ich skeptisch gewesen war. Einige Autorenkollegen meinten, dass sie ungute Erfahrungen auf LovelyBooks gemacht hatten: Leser nahmen Rezensionsexemplare an und ließen nie wieder etwas hören, Kollegen verrissen einander unter Pseudonym …

Letztendlich bin ich offen an die Sache gegangen und habe es nicht bereut. Aber ich habe auch darauf geachtet, nur Bewerbungen von Lesern anzunehmen, die schon mehrere Rezensionen auf LovelyBooks veröffentlicht hatten. Außerdem habe ich eine Gewinnfrage gestellt: Ich dachte mir, wer die nicht beantworten will, hat sicher nicht Muße für eine ausführliche Diskussion 😉

So konnte ich sicherstellen, dass die Leute in meiner Leserunde wirklich interessiert waren. Alle haben sich auch intensiv mit dem Buch beschäftigt und zu jeder Unterrubrik einen Beitrag hinterlassen – ich hatte nochmal die Möglichkeit gegeben, die Kapitel gesondert zu kokmmentieren . Die Rezensionen selbst fielen sehr positiv aus, ich habe nur zwischen 4 und 5 Sternen bekommen.

Für mich besonders wertvoll: Es gab anicht nur Lob, sondern auch wohlwollende Kritik. Außerdem wollten viele der Leser in Kontakt bleiben. Ein paar fragten nach weiteren Projekten, andere sind mir auf WordPress und Facebook gefolgt. Man kann also wirklich Leser auf LovelyBooks gewinnen.

 

Mein Fazit?

Nur, weil man jung und grün hinter den Ohren ist, muss man sich nicht vor einer Plattform wie LovelyBooks scheuen: Hat man Arbeit in das eigene Buch gesteckt, würdigen die Leser das auch. Gerade für Jungautoren finde ich die Plattform sehr empfehlenswert. Nicht zu empfehlen wäre LovelyBooks für Autoren, die nicht kritikfähig und diskussionsfreudig sind.

Wer aber gerne mit seinen Lesern in Kontakt ist, kann auf LovelyBooks tolle Erfahrungen machen. Man kommt seinem Publikum richtig nahe und kann aus erster Hand erleben, was ihm gefällt und was nicht.

Ich werde definitiv wieder eine Leserunde veranstalten. Beim nächsten Mal werde ich den Gewinnbedingungen noch zwei Details hinzufügen: Einen bestimmten Zeitrahmen, in dem das Buch gelesen werden soll, und dass die abschließenden Rezensionen auf Amazon veröffentlicht werden, sofern man ein Konto für selbiges besitzt. Auch wenn die meisten Leser das ohnehin getan haben ❤

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2 thoughts on “Fazit der »Wolfssucht-Leserunde« auf LovelyBooks

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