Meine Frankfurter Buchmesse 2019: von Drachen und Kriegerinnen

Mein erstes Mal auf der Frankfurter Buchmesse, und ich habe so viele Abenteuer erlebt! Ob Signierstunde, Anthologie-Wahnsinn oder Treffen von Kollegschaft … Ich war ordentlich beschäftigt. Zeit euch zu berichten, wie es mir ergangen ist.

 

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Erster Satz (und mehr) von »Schwestern der Klinge«

In den letzten Tagen habe ich ausgiebig gefeiert, dass »Schwestern der Klinge« bei Droemer Knaur erscheinen wird. Gibt es einen besseren Grund für eine Leseprobe? Hier ist also der erste Satz meines kommenden Dark-Fantasy-Romans. Na gut, ich bin gnädig – es gibt noch ein paar Zeilen mehr!

Wie gefällt euch der Anfang? Meine Protagonistin Areto ist keine geborene Amazone, der Beginn der Geschichte dreht sich darum, wie sie dort aufgenommen wird. Sie ist eine von drei Hauptfiguren, die ich in den nächsten Monaten enthüllen werde.

 

Leseprobe
[unlektorierte Fassung]

 

In ihren kühnsten Träumen sah Areto sich selbst, wie sie als Amazone mit dem Tod ritt. Fort von allen Zwängen, in einem Regen aus Knochen und Blut, ungeheuerlich frei.

Aber dies waren eben nur Träume, nicht mehr. Als Verwalterin von Theseus bekam sie allenfalls Blut in der Küche zu sehen, wenn dort eine Ziege für ein Fest geschlachtet wurde. Sie führte sein Haus, stellvertretend für die Frau, die er einmal ehelichen würde – eine denkbar friedliche Arbeit. Vielleicht sollte es ihr Sorgen bereiten, dass sie so gerne Geschichten über Mannsschlachterinnen hörte. Eine werdende Mutter wie sie sollte andere Dinge im Kopf haben.

Und doch pochte ihr Herz vor Aufregung, als Theseus von seiner Reise wiederkehrte. Mit einem Mal hatten ihre Träume Gestalt angenommen. Es hatte Gerüchte gegeben, dass Theseus nicht alleine zurückkäme, und es stimmte. Eine Amazone war bei ihm.

 

© Nora Bendzko 2019

 

»Schwestern der Klinge« erscheint bei Droemer Knaur!

Seit Monaten trage ich dieses Geheimnis mit mir herum. Heute habe ich den Verlagsvertrag unterschrieben – selbstverständlich mit meinem Blut! – und darf es endlich offiziell machen: »Schwestern der Klinge« wird im Verlag veröffentlicht, und zwar bei niemand Geringerem als Droemer Knaur!

Als mein erstes Galgenmärchen »Wolfssucht« rauskam, hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich drei Jahre später für einen Großverlag schreiben würde. Ohne Agentur und ohne, dass das Manuskript fertig geschrieben ist. Ich kann es immer noch kaum glauben.

An dieser Stelle muss ich mich bei einer ganz besonderen Person bedanken: Jennifer Jäger aka Liza Grimm. Sie hat mich gescoutet. Nachdem sie mehrere ältere Manuskripte von mir geprüft hatte, die leider nicht zum Verlag passten, fragte sie: »Warum schreibst du nicht einfach etwas Passendes für uns?«

Und nun sind wir hier. Es macht mich einfach baff, dass so viel Vertrauen in meine Fähigkeiten besteht, dass allein die richtige Roman-Idee reichte, um Liza und das Verlagsteam zu überzeugen. Ich verspreche, euch nicht zu enttäuschen. Auf dass die Schwestern so groß werden, wie ich mich heute fühle.