Verspäteter Jahresrückblick: Das war mein 2018!

Ich bin so gut in 2019 angekommen, dass ich beinahe vergessen hätte, meinen traditionellen Jahresrückblick zu schreiben. Dabei war 2018 einmal mehr ein wahnsinniges Jahr. Bei meinem Jahresrückblick von 2016 schrieb ich, meine Ansprüche und mein Tempo zügeln zu wollen. Für 2017, dass ich mehr Widerstand lernen muss, Nein zu sagen und meine Grenzen klarzumachen.

Wenn ich mir meine Jahresbilanz von 2018 betrachte, ist mir Ersteres nicht wirklich gelungen. Das lag aber auch daran, dass ich meinen Bachelor in Deutsche Philologie abgeschlossen habe. Und da ich in meinem Fach zwei (!) Abschlussarbeiten zu je 30 Seiten schreiben musste, war ich entsprechend weg vom Fenster. Zumal ich in derselben Zeit an »Hexensold« gewerkelt habe.

Jetzt habe ich meinen Abschluss in der Tasche, genieße mein freies Semester vor dem Master und bin dort, wo ich schon nach 2016 ankommen wollte: ruhiger und gefestigter in mir selbst.

Das liegt auch daran, dass ich meine Vorsätze von 2017 verwirklichen konnte. Ich kann nun besser Nein sagen. Dinge, die mir nicht gut getan haben, habe ich gezielt liegen gelassen, mich in nötigen Momenten gewehrt und stürze mich nicht mehr auf jede Möglichkeit, die sich mir bietet. Arbeitsam bin ich weiterhin, doch weniger gestresst und mehr zufrieden.

 

Und trotz Bachelor hat sich 2018 eine Menge beim Schreiben und den Bands getan. Die Highlights auf einen Blick:

 

Was ich nach dieser umfangreichen Liste an Vorsätzen für 2019 habe? Eigentlich kaum welche.

Ich merke zwar den Stress des letzten Jahres nicht mehr, möchte es aber trotzdem locker angehen. 2018 sind einige Dinge passiert, die mir vor Augen geführt haben, wie wichtig die Menschen im eigenen Leben sind. Entsprechend möchte ich mir mehr Zeit für meine Freunde, meine Familie und Beziehung nehmen, für stille Momente, und vielleicht auch mal in der Ferne verschwinden.

Das heißt nicht weniger Schreiben, aber dass ich mit Freude am Text und weniger persönlichem Druck herangehen will. Wenn das bedeutet, dass dieses Jahr kein neues Galgenmärchen oder ein anderer Titel erscheint, dann ist das so. Dafür kommt das nächste Buch voll aus dem Herzen und wird richtig gut. ♥

So ganz scheint das Leben aber nicht mit meinen lockeren Plänen konform zu gehen. Es ist gerade mal Januar, trotzdem sind schon FÜNF Veröffentlichungen in Anthologien und mehrere große Live-Events, einige zur Leipziger Buchmesse, gesichert. Ich warte gespannt mit meinem Weinglas in der Hand, was sonst noch passiert.

In diesem Sinne:

Hallo, 2019!

 

#WeAreTheDark: Online-Lesung von Nominierten des Seraphs 2019 (24.02.2019)

Neulich habe ich ja geschrieben, dass »Hexensold« für den Seraph Phantastik Preis in der Kategorie »Bester Independent Titel« nominiert wurde. Damit wurde schon das zweite Galgenmärchen für den Seraph nominiert – 2018 erst stand ja »Kindsräuber« auf der Shortlist.

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere, dass ich damals mit allen Nominierten der Indie-Kategorie eine Online-Lesung veranstaltet hatte. Und ich darf freudig verkünden, dass sie dieses Jahr wiederholt wird.

Am 24. Februar stellen wir Nominierten unsere Bücher mit Lesungsvideos in einem Facebook-Event vor. Wieder wird es offene Fragerunden mit allen Autor*innen geben, und ein Mega-Gewinnspiel im Anschluss, bei dem nominierte Bücher und vieles mehr gewonnen werden können!

 

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»Hexensold« steht auf der Longlist vom Seraph Phantastik Preis 2019!

Liebe Leute, ihr ahnt nicht, wie sehr ich aus dem Häuschen bin. Nachdem schon »Kindsräuber« für den Seraph Phantastik Preis nominiert wurde, habe ich kaum gehofft, mit noch einem Galgenmärchen nachziehen zu können. Aber »Hexensold« hat es doch tatsächlich geschafft und steht nun in der Kategorie »Bester Independent Titel« zur Auswahl! Hier findet ihr die offizielle Auflistung der Phantastischen Akademie.

Diese Nominierung bedeutet mir sehr viel, denn mit den Hexen habe ich ein paar Dinge gewagt, mit denen ich, gut Deutsch gesprochen, auf die Schnauze hätte fallen können. Stattdessen ist nun das dritte (!) Galgenmärchen für einen Preis nominiert. Wahnsinn!

Besonders freue ich mich, mit so wunderbaren Kolleg*innen die Liste zu teilen. Wie schon letztes Jahr sind mehrere meiner Nornennetz-Schwester nominiert. Meine herzlichsten Glückwünsche an Elenor Avelle und Katrin Ils, die WIEDER beim besten Independent-Titel dabei sind, sowie der neu eingestiegenen Stella Delaney.  Außerdem freue ich mich mit meiner Wiener Schreibfreundin Rebecca Andel, dass sie fürs beste Debüt nominiert wurde, und für meinen Dark-Fantasy-Kollegen Benjamin Spang.

Tausend Dank an alle, die »Hexensold« begleitet haben. Ihr habt das auch möglich gemacht!