Neues Interview mit Anne Zandt von RandomPoison zum Märchensommer

Zwei Jahre ist es her, dass mich Autorin und Bloggerin Anne Zandt von RandomPoison zuletzt während ihres Märchensommers interviewt hat. Damals waren nur »Wolfssucht« und »Kindsräuber« veröffentlicht und »Bärenbrut« erst in der Mache … Wie die Zeit vergeht!

Da lohnt sich doch eine aktuelle Bestandsaufnahme. So hat mich Anne zu meinem letzten Galgenmärchen »Hexensold«, aber auch zu »Kindsräuber« befragt. Wie habe ich die Romane umgesetzt, woran bin ich verzweifelt, und wie würde ich sie verfilmen lassen?

Das volle Interview findet ihr hier.

 

Banner von Anne Zandt / PoisonPainter

Interview auf LiteraTopia

Die Fantasy-Autorin Swantje Niemann, mit der ich jüngst für den dritten Band ihrer »Drúdir«-Reihe als Sensitivity Reader gearbeitet habe, hat mich zum Interview gebeten. Gemeinsam haben wir auf dem Phantastik-Portal LiteraTopia über die gesamte Bandbreite meiner Tätigkeiten gesprochen:

Warum und wie ich meine Galgenmärchen schreibe, Recherche, wie das Schreiben für die Bands Avem und Nightmarcher aussieht, wie ich meine »Stimme gefunden« habe und wie meine Arbeit als Lektorin und Sensitivity Reader aussieht.

Besonderes Zuckerl: Ich verrate ein paar komplett neue Infos zu meinen Schreibprojekten. Unter anderem fällt der Titel für eine Kurzgeschichte, die noch dieses Jahr herauskommt, und der Titel meines nächsten Romans (kein Galgenmärchen!). Das Interview findet ihr hier.

 

Warum ich von nun an mit Trigger-Warnungen arbeite

Wer den letzten Teil von meiner Interview-Reihe mit Kia Kahawa gelesen hat, weiß: Seit gestern liste ich Trigger-Warnungen für meine Veröffentlichungen auf. Das betrifft nicht nur Bücher wie die Galgenmärchen, sondern auch meine Kurzgeschichten. Außerdem werde ich bei Leseproben auf meinen Social-Media-Kanälen zukünftig vor Inhalten mit Trigger-Potential waren.

 

Für Unbedarfte: Was sind Trigger?

Ich zitiere aus meinem Interview mit Kia: »Trigger sind sehr individuell. Sie sind Dinge, die einen in ein traumatisches Erlebnis zurückwerfen. Leute, die getriggert werden, erfahren heftige Panikattacken, die im schlimmsten Fall mit Selbstverletzung oder -tötung enden können. Hierbei ist wichtig zu unterscheiden, dass die Erwähnung z. B. von Vergewaltigung nicht selbst ein Trigger ist. Es sind kleine, manchmal sogar unscheinbar wirkende Erlebnisse wie ein bestimmter Geruch.«

 

Wie sehen Trigger-Warnungen bei mir aus?

Dazu ein Bild ganz unten im Beitrag. Sowohl in meinen E-Books als auch Print-Büchern gibt es im / nach dem Impressum einen entsprechenden Hinweis mit einem Link auf diese Seite:

Trigger-Warnungen

Leute, die über sensible und potentiell triggernde Inhalte in meinen Büchern Bescheid wissen möchten, finden dort eine Auflistung und können gegebenenfalls bei mir näher nachfragen. Wer dagegen unwissend an meine Geschichten herangehen möchte, wird so nicht gespoilert.

 

Warum habe ich mich zu diesem Schritt entschieden?

Lange hatte ich das Thema Trigger nicht auf dem Schirm. Dass meine Geschichten, insbesondere die Galgenmärchen, teils schwere Inhalte haben, war mir bewusst. Doch ich dachte, dass Genre, Cover und Klappentexte diesbezüglich aussagekräftig genug seien.

Nun ist es aber so, dass ich gerne Genres mische und auch mal »andere« Dinge schreibe. Entsprechend schwer können meine Texte von außen einzuschätzen sein. Das habe ich erstmals wirklich begriffen, als die Bloggerin CrowAndKraken – ein Rape-Survivor – sich vom Konzept der Galgenmärchen begeistern ließ, mein »Wolfssucht« zu lesen anfing und kalt von den expliziten Vergewaltigungen in der Story überrascht wurde.

Das ist schon eine gute Weile her, war aber ein wichtiger Aha-Moment. Als dann in der Literaturbranche vermehrt über Trigger und Triggerwarnungen gesprochen wurde und viele Leser*innen sich als deren Befürworter hervortaten, während einige Kolleg*innen sich über das Thema lustig machten, war mir klar: Ich will mit besserem Beispiel vorangehen.

 

Weiterführende Links

Mit dieser Liste kann ich alles andere als Vollständigkeit, aber den Ansatz eines Service für jenen Teil meiner Leserschaft bieten, die wegen traumatisierenden Erfahrungen vulnerabel oder für bestimmte Themen sensibilisiert sind. Vielleicht inspiriert sie auch ein paar Kolleg*innen oder kann ihnen als praktisches Beispiel dienen.

Apropos Inspiration: Mehrere Bloggerinnen in der Buchszene haben selbst zum Thema Trigger geschrieben, tiefergehender, als ich es je könnte. Wer sich näher informieren will, dem empfehle ich diese Artikel. Sie bilden auch die Quellen, von denen ausgehend ich meine Liste erstellt habe.