Veröffentlichung in der Dark-Fantasy-Anthologie »seitenweise« vom Art Skript Phantastik Verlag

Ich habe ja immer wieder angedeutet, dass dieses Jahr mehrere Kurzgeschichten von mir erscheinen. Eine davon, »Invidia«, habe ich zur Leipziger Buchmesse Premiere gelesen. Zur Messe sollte ursprünglich eine zugehörige Benefiz-Anthologie erscheinen. Produktionsschwierigkeiten haben das verhindert, wodurch sich unverhofft gute Dinge ergeben haben: Nun bringt der wunderbare Art Skript Phantastik Verlag die Anthologie heraus!

Das Lesungskollektiv #LBMGuerillas, das aus älteren Hasen der deutschen Horror- und Dark-Fantasy-Riege besteht, hat für das Buch geschrieben. Unsere »shortest stories« umfassen gerade mal 500 Wörter – Geschichtenhäppchen, mit denen man perfekt im Alltag abtauchen kann. Ein paar von uns haben das Buch noch mit längeren Kurzgeschichten aufgepeppt. So habe ich neben meiner Story »Invidia«, die sich um mörderische Eifersucht dreht, eine weitere beigesteuert. »Die Augen des Chaos« entführt euch ins antike Griechenland, wo Götter und Magie herrschen und ein blinder Wanderer mit seiner Herkunft hadert.

Klappentext:

»Stell dir vor, du sollst in 500 Wörtern von Kunst erzählen. Oder von Natur. Vielleicht ist dein Thema auch Reise. Oder liegt dir Kirche näher?

18 Lese-Guerillas haben sich der Herausforderung gestellt und Kürzest-Geschichten verfasst, die sie wie jedes Jahr am Buchmessenfreitag in Leipzig vortragen werden – wild und frei und überall in der Stadt! Dieses Jahr können interessierte Zuhörende die Geschichten auch nachlesen. Und als Bonus gibt’s ein paar längere Zugaben obendrauf!

#LBMGuerillas

Die Einnahmen aus dem Verkauf des eBook kommen dem VEID e. V. zugute.«

Erstmals ist nur das E-Book erhältlich, es wird aber auch ein Print geben. Sobald dieses veröffentlicht ist, gebe ich Bescheid. Leseproben zu meinen Kurzgeschichten »Invidia« und »Die Augen des Chaos« findet ihr hier. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

 

Warum ich von nun an mit Trigger-Warnungen arbeite

Wer den letzten Teil von meiner Interview-Reihe mit Kia Kahawa gelesen hat, weiß: Seit gestern liste ich Trigger-Warnungen für meine Veröffentlichungen auf. Das betrifft nicht nur Bücher wie die Galgenmärchen, sondern auch meine Kurzgeschichten. Außerdem werde ich bei Leseproben auf meinen Social-Media-Kanälen zukünftig vor Inhalten mit Trigger-Potential waren.

 

Für Unbedarfte: Was sind Trigger?

Ich zitiere aus meinem Interview mit Kia: »Trigger sind sehr individuell. Sie sind Dinge, die einen in ein traumatisches Erlebnis zurückwerfen. Leute, die getriggert werden, erfahren heftige Panikattacken, die im schlimmsten Fall mit Selbstverletzung oder -tötung enden können. Hierbei ist wichtig zu unterscheiden, dass die Erwähnung z. B. von Vergewaltigung nicht selbst ein Trigger ist. Es sind kleine, manchmal sogar unscheinbar wirkende Erlebnisse wie ein bestimmter Geruch.«

 

Wie sehen Trigger-Warnungen bei mir aus?

Dazu ein Bild ganz unten im Beitrag. Sowohl in meinen E-Books als auch Print-Büchern gibt es im / nach dem Impressum einen entsprechenden Hinweis mit einem Link auf diese Seite:

Trigger-Warnungen

Leute, die über sensible und potentiell triggernde Inhalte in meinen Büchern Bescheid wissen möchten, finden dort eine Auflistung und können gegebenenfalls bei mir näher nachfragen. Wer dagegen unwissend an meine Geschichten herangehen möchte, wird so nicht gespoilert.

 

Warum habe ich mich zu diesem Schritt entschieden?

Lange hatte ich das Thema Trigger nicht auf dem Schirm. Dass meine Geschichten, insbesondere die Galgenmärchen, teils schwere Inhalte haben, war mir bewusst. Doch ich dachte, dass Genre, Cover und Klappentexte diesbezüglich aussagekräftig genug seien.

Nun ist es aber so, dass ich gerne Genres mische und auch mal »andere« Dinge schreibe. Entsprechend schwer können meine Texte von außen einzuschätzen sein. Das habe ich erstmals wirklich begriffen, als die Bloggerin CrowAndKraken – ein Rape-Survivor – sich vom Konzept der Galgenmärchen begeistern ließ, mein »Wolfssucht« zu lesen anfing und kalt von den expliziten Vergewaltigungen in der Story überrascht wurde.

Das ist schon eine gute Weile her, war aber ein wichtiger Aha-Moment. Als dann in der Literaturbranche vermehrt über Trigger und Triggerwarnungen gesprochen wurde und viele Leser*innen sich als deren Befürworter hervortaten, während einige Kolleg*innen sich über das Thema lustig machten, war mir klar: Ich will mit besserem Beispiel vorangehen.

 

Weiterführende Links

Mit dieser Liste kann ich alles andere als Vollständigkeit, aber den Ansatz eines Service für jenen Teil meiner Leserschaft bieten, die wegen traumatisierenden Erfahrungen vulnerabel oder für bestimmte Themen sensibilisiert sind. Vielleicht inspiriert sie auch ein paar Kolleg*innen oder kann ihnen als praktisches Beispiel dienen.

Apropos Inspiration: Mehrere Bloggerinnen in der Buchszene haben selbst zum Thema Trigger geschrieben, tiefergehender, als ich es je könnte. Wer sich näher informieren will, dem empfehle ich diese Artikel. Sie bilden auch die Quellen, von denen ausgehend ich meine Liste erstellt habe.

 

Längere Leseprobe von »Hexensold« als neues Gastgeschenk im Dark Letter

Willkommen im neuen Jahr, ihr Lieben! Mögen all eure Vorsätze und Wünsche für 2019 in Erfüllung gehen.

Ich selbst starte das Jahr mit einer kleinen Änderung für meinen Dark Letter. Dort gab es bis vor kurzem den ersten Teil von »Hexensold« als Gastgeschenk für Abonennten gratis zu lesen. Nun, da das Buch offiziell veröffentlicht worden ist, gibt es eine längere Leseprobe, mit vier weiteren Kapiteln vom zweiten Teil.

Du hast den Dark Letter noch nicht? Oder hast noch nicht in »Hexensold« reingelesen? Schlag zwei Fliegen mit einer Klappe und melde dich für meinen Dark Letter an! Die Möglichkeit dazu und weitere Informationen findest du hier.