#bücherhamstern: Unterstütze Kleinverlage und Indies nach der LBM-Absage

Ich habe eben Geld im dreistelligen Bereich für Bücher aus der Kleinverlagsszene ausgegeben … und du solltest das auch tun!

Vor einigen Tagen wurde nämlich die Leipziger Buchmesse wegen dem Corona Virus abegesagt. Nicht nur ist das eine traurige Nachricht für alle, die sie besuchen wollten. Für viele Aussteller*innen, besonders Kleinverlage und Selfpublisher, gehört der Messeverkauf zu den wichtigsten Umsätzen des Jahres. Schon 2019 wurde die Szene erschüttert, als der Buchgroßhändler KNV insolvent ging. Mehrere Verlage meldeten deswegen enorme Einbrüche im Weihnachtsgeschäft. Umso wichtiger wären nun Einnahmen auf der Leipziger Buchmesse gewesen … doch wir Lesenden können helfen!

Unter dem Hashtag #bücherhamstern wurden von Sabrina Železný und vom Art Skript Phantastik Verlag eine Aktion ins Leben gerufen, Kleinverlage und Indies JETZT zu unterstützen. Wartet nicht auf die nächste Messe, um eure Buchwunschlisten abzuarbeiten, sondern kauft sofort ein. Das Geld ist nicht da? Dann gebt Lesetipps, rezensiert Bücher und unterstützt die Aktion durch Mundpropaganda.

Da ich mehrere Kurzgeschichten in Anthologien von Kleinverlagen veröffentlicht habe, kannst du sogar was von mir lesen UND die Aktion unterstützen. Eine Liste meiner Veröffentlichungen findest du hier. Ein paar Anthologien können direkt bei mir mit Signatur bestellt werden (siehe hierzu Merchandise).

Falls du darüber hinaus Inspiration brauchst, hier meine Einkaufsliste:

  • Amrûn Verlag: Berlin Rostiges Herz (Sarah Stoffers)
  • Art Skript Phantastik Verlag: Aeronautica (Anthologie)
  • dead soft Verlag: Die Sturmfalken von Olbian (Leann Porter)
  • Drachenmond Verlag: Kernstaub (Marie Graßhoff)
  • Gedankenreich Verlag: Cyber Empathy (E. F. v. Hainwald)
  • ohneohren Verlag: Feuerschwingen (Sabrina Železný)
  • Talawah Verlag: The P-Files (Anthologie)

Auf dem Beitragsfoto habe ich auch ein paar Tipps versammelt. Es zeigt Bücher aus der Indie- und Kleinverlagsszene, die ich gerne gelesen habe oder auf die ich mich freue, weil ich weiß, dass die Autor*innen rocken.

  • Amrûn Verlag: keine Menschenseele (Faye Hell)
  • DichtFest: Die Elbenstifte (Matthias Teut)
  • ohneohren Verlag: Opferreigen (Melanie Vogeltanz)
  • Talawah Verlag: The A-Files (Anthologie)
  • Mantikore Verlag: Opfermond (Elea Brandt)

Retten wir die Buchszene zusammen!

 

Eine Auswahl der Indie- und Kleinverlagsbücher in meinem Besitz

Gastartikel auf Phantastik-Bestenliste: »Die Siegerin schrieb nicht die Geschichte«

Als Dark-Fantasy-Autorin erlebe ich einige Herausforderungen. Manche davon können sehr hässlich sein und mit astreinem Sexismus zu tun haben – einer der Gründe, warum ich Teil vom Nornennetz bin.

Trotzdem sehe ich immer wieder Unverständnis für Netzwerke wie die Nornen. Auch dass ich mich für eine bessere Repräsentation von Frauen und Minderheiten in der Literaturszene ausspreche, ist nicht für jeden nachvollziehbar. Dabei haben wir durchaus, was diese Gesellschaftsgruppen angeht, historisch gewachsene Probleme.

Das Team der Phantastik-Bestenliste hat mich über eben jene schreiben lassen. Anhand meiner persönlichen Erfahrungen als Autorin sowie vergangener und gegenwärtige Entwicklungen in der Buchbranche stelle ich dar, wie die Arbeit von schreibenen Frauen bis heute geschmälert wird. Hier könnt ihr den ganzen Artikel lesen.

 

Icon von phantastik-bestenliste.de
Icon von phantastik-bestenliste.de

Swantje Niemann über die Zusammenarbeit mit mir als Sensitivity Reader

Als nebenberufliche Lektorin feile ich nicht nur an Spannungsbögen von Romanen. Seit einiger Zeit gebe ich auch Feedback zu sensiblen Themen wie Sexismus und Rassismus, insbesondere, was meine Erfahrungen als Tochter einer weiß-schwarzen, deutsch-marokkanischen Familie angehen. Diese spezielle Form von Testlesen, bei der minderheitliche Repräsentation von Betroffenen geprüft wird, hat einen Namen: Sensitivity Reading.

Eine Kundin von mir, Swantje Niemann, hat nun einen Artikel über die Zusammenarbeit mit mir geschrieben. Sie hat mich für den dritten Teil ihrer Fantasy-Reihe »Drúdir« herangeholt, um das Thema Rassismus in ihrem Roman zu beleuchten. Wie die Arbeit verlief, was sie daraus mitnehmen konnte und wie »Drúdir« nun ein Buch geworden ist, das sie selbstbewusster vor sich her trägt, kann man hier auf ihrer Homepage lesen.

Übrigens: Ich nehme nicht nur Aufträge auf dem Gebiet an, sondern bin auch daran interessiert, für Leute testzulesen, die mir wiederum Sensitivity Reading anbieten können z. B. im Bereich Queerness oder Mental Health. Kontaktiert mich einfach im Fall des Falls. Wer mehr zu Sensitivity Reading erfahren möchte, findet hier eine Informationsseite von Lektorin Victoria Linnea und Aktivistin Elif. Diese haben auch eine Google Docs Liste mit deutschsprachigen Leuten erstellt, die zu allen möglichen sensiblen Themen kontaktier- und buchbar sind.

 

Screenshot von Swantje Niemanns Blog