Interview-Reihe mit Kia Kahawa (Teil 2): Der Ton im Internet wird feindlicher

Gestern kam Teil 1 von meinem umfangreichen Interview mit Kia Kahawa heraus, der sich um Gewaltverherrlichung in der Literatur und meine Erfahrungen damit als Lektorin drehte. Beim heutigen Interview-Teil steht das Internet im Zentrum. Wir sprachen über Frauen, denen Expertise abgesprochen wird, Hatespeech und wie gewaltverherrlichende Inhalte Menschen im echten Umgang miteinander radikalisieren. Hier könnt ihr weiterlesen.

Update: Hier geht es zu Teil 1, wer es verpasst hat, und hier zu Teil 3 des Interviews.

 

Bild von Kia Kahawa

Interview-Reihe mit Kia Kahawa (Teil 1): Hat die Literaturszene ein Problem mit Gewalt?

Immer wieder schreibe ich über meine Erlebnisse als Autorin und angehende Lektorin – Erlebnisse, die in den meisten Fällen schön sind, doch nicht immer.

So schrieb ich vor einiger Zeit auf Twitter über einen Liebesroman, den ich bearbeitet habe und in dem sich erschreckend oft über den Willen der Protagonistin hinweggesetzt und ein »Nein« von ihr ignoriert wurde. Ein anderes Mal bin ich über Diskussionen zum Thema Trigger-Warnungen gestolpert, in denen sich mehrere bekannte Schreibkolleg*innen über traumatisierte Menschen lustig machten, und verfasste einen entsprechend kritischen Post.

Beiträge, auf welche die Autorin und Lektorin Kia Kahawa aufmerksam geworden ist. In Folge hat sie mich zu einem sehr spannenden Interview auf ihrer Seite eingeladen. Wir haben über Gewaltverherrlichung in der Literatur gesprochen, Feindlichkeit im Internet, Hate Speech, Sensitivity Reading sowie das Für und Wider von Trigger-Warnungen. Weil diese Themen sehr intensiv sind und entsprechend viel Platz brauchen, erscheint unser Interview in drei Teilen.

Der erste Teil – »Hat die Literaturszene ein Problem mit Gewalt?« – ist hier zu lesen. Die anderen beiden Teile des Interviews werden morgen und übermorgen auf der Homepage von Kia erscheinen.

Update: Hier geht es zu Teil 2 und 3 des Interviews.

 

Bild von Kia Kahawa

Mach’s gut, Rindlerwahn-Autorenforum!

Für manche mag es nur ein weiteres Forum gewesen sein, für mich geht damit eine Ära zu Ende. Das Rindlerwahn-Autorenforum von Ronny Rindler schließt – der virtuelle Ort, an dem ich fast 5 Jahre als Moderatorin tätig war und noch länger schreiberisch aktiv.

17 Jahre war ich alt, als ich im Forum einstieg … ein richtiges Küken! Ich bekam dort meine ersten konstruktiven Kritiken und Testleser*innen, und lernte selbst die Kunst des Feedbacks, was den Grundstein für meine Lektorat-Tätigkeit legte. Was ich alles an wertvollen Erfahrungen und Kontakten in den Rindlerwahnsinnigen fand, kann ich gar nicht aufzählen. Sie haben einen besonderen Teil meines Schreiblebens ausgemacht, und viele Erfolge, die ich heute aufweisen kann, wären sicher nicht ohne sie zustandegekommen.

Wenn du ein Teil der Schreibwiese warst und das hier liest: Alles Gute! Und 1000 Dank an Administrator Ronny für die Möglichkeiten, die er mir allein durch die Moderation des Forums ermöglicht hat.