Mein 2021: Jahresrückblick

Jedes Mal am Ende des Jahres denke ich: »So viel war doch nicht los.« Dann scrolle ich durch meine Fotos und merke: Doch, und wie! Also wollte ich einen kleinen Blick zurück werfen.

Trotz Corona-Müdigkeit habe ich mehrere Texte veröffentlicht, inklusive Gastartikel. Öffentliche Auftritte waren kaum möglich, dafür umso mehr online Action. Ich war in mehreren Streams für Panels, hatte Lesungen, war in einigen Podcasts. Und ich hatte auch schöne Aufträge als Lektorin, vermehrt Sensitivity Readings.

Wenn ich alle Details nennen würde, käme ein ganzes Essay raus. Daher beschränke ich mich auf wenige Highlights:

– Mit »Die Götter müssen sterben« ist mein erster Roman in einem (Groß)Verlag erschienen, sowie mein erstes Hörbuch! Kein Werk von mir wurde bisher so groß rezipiert, wofür ich so dankbar bin. Es wurde u. a. im ORF vorgestellt, in mehreren Magazinen rezensiert, hat ein paar kleine Preise gewonnen, war gar unter den Top 25 vom LovelyBooks Leserpreis.

– Drei neue Kurzgeschichten von mir sind erschienen: »Wünsch mir die Apokalpyse« in »Urban Fantasy: Going Intersectional« vom Ach Je Verlag, »Prinz der Dämonen« in »The S-Files« vom Talawah Verlag, »Mutter Finsternis« in Ausgabe #6 der Queer*Welten.

– Ich wurde von der Agentur Schlück unter Vertrag genommen. Seitdem hatte ich so viel tollen Austausch mit der #schlücklich-Crew. Ich freue mich so sehr, euch zukünftig an meiner Seite zu haben!

– Darüber hinaus war ich viel in meiner Szene aktiv. Etwa habe ich bei der Öffnung des Lesechallenges #WirLesenFrauen geholfen, der nun #diverserlesen ist, habe erstmals Sessions auf dem Literaturcamp Heidelberg gehalten, und wundervolle Schreibstunden mit alten und neuen Herzensmenschen verbracht. Shoutout an euch, ihr wisst, wer ihr seid.

Was waren eure besten Momente von 2021?

 

 

Empfehlung von »Die Götter müssen sterben« in der Buchszene

Ich habe die neuen Tipps von Das Pinke Sofa, aka Josia Jourdan und Kai Spellmeier bei der Buchszene entdeckt, und meine Amazonen sind dabei!

Die beiden schreiben dazu:

»›Die Götter müssen sterben‹ ist eine queere und feministische Interpretation einer altbekannten Sage: Der Krieg um Troja und die Rolle der Amazonen. Queere Menschen und PoCs finden sich in den Geschichtsbüchern kaum wieder. Doch nicht, weil es sie nicht gab, sondern weil sie ausradiert wurden. Nora Bendzko gibt sich mit dieser einseitigen Sicht auf die Vergangenheit nicht zufrieden und stellt eben die Menschen, deren Stimmen bisher kaum gehört wurden, ins Zentrum ihres Romans. Es wird düster, blutig, hin und wieder etwas romantisch, aber vor allem eins: episch.«

Wenn ihr den ganzen Beitrag samt der anderen Empfehlungen lesen wollt, so findet ihr ihn hier. Als weitere Tipps werden vorgestellt: »Anarchie Déco« von Christian & Judith Vogt, sowie »Küsse im Sommerregen sind auch nur nass« von Ciara Smyth.

 

© Bild von buchszene.de

 

Empfehlung zu »Die Götter müssen sterben« bei Perry Rhodan

Vor einiger Zeit wurde »Die Götter müssen sterben« von Klaus N. Frick, dem Chefredakteur von Perry Rhodan empfohlen!

Das ehrt mich sehr, vielen Dank. Frick hebt die eigene Perspektive des Buches hervor und wie sich Mythen, komplexe Figuren und Epik zu einer ungewöhnlichen modernen Fantasy verbinden. Ein Auszug aus seiner Rezension, hier gibt es die ganze.

 

»Bendzko siedelt ihren Roman in der griechischen Vergangenheit an und erweckt damit die klassischen Sagen zu neuem Leben. In dieser Welt sind Göttinnen und Götter allgegenwärtig, sie führen Krieg gegeneinander und setzen die Menschen als Kämpfer ein. […]

Die Schlacht um Troja kommt erst im letzten Viertel des Romans richtig zur Geltung; zuvor zeigt sie die Spannungen im Land der Amazonen und den Zug ihres Heers entlang des Schwarzen Meers zu der umkämpften Stadt. […] Bei den Kämpfen fließt viel Blut, sie sind streckenweise recht brutal […]. Ebenso werden Sex-Szenen klar beschrieben, wobei diese Schilderungen von pornografischer Darstellung weit entfernt sind.

Bendzkos Amazonen lieben das Leben und den Kampf, die Liebe und den Tod, und das erzählt die Autorin sehr konsequent. […] Wer sich […] auf ›Die Götter müssen sterben‹ einlässt, wird mit einem packenden Fantasy-Epos belohnt, das zumindest mich über die gesamte Länge packte. Empfehlenswert für Menschen, die ungewöhnliche Fantasy schätzen!«

 

© Beitragsbild von perry-rhodan.net