Mach’s gut, Rindlerwahn-Autorenforum!

Für manche mag es nur ein weiteres Forum gewesen sein, für mich geht damit eine Ära zu Ende. Das Rindlerwahn-Autorenforum von Ronny Rindler schließt – der virtuelle Ort, an dem ich fast 5 Jahre als Moderatorin tätig war und noch länger schreiberisch aktiv.

17 Jahre war ich alt, als ich im Forum einstieg … ein richtiges Küken! Ich bekam dort meine ersten konstruktiven Kritiken und Testleser*innen, und lernte selbst die Kunst des Feedbacks, was den Grundstein für meine Lektorat-Tätigkeit legte. Was ich alles an wertvollen Erfahrungen und Kontakten in den Rindlerwahnsinnigen fand, kann ich gar nicht aufzählen. Sie haben einen besonderen Teil meines Schreiblebens ausgemacht, und viele Erfolge, die ich heute aufweisen kann, wären sicher nicht ohne sie zustandegekommen.

Wenn du ein Teil der Schreibwiese warst und das hier liest: Alles Gute! Und 1000 Dank an Administrator Ronny für die Möglichkeiten, die er mir allein durch die Moderation des Forums ermöglicht hat.

 

 

Wie du mit dem Roten Faden einen Wow-Effekt beim Leser erzielst

Am 2. September 2017 war zum wiederholten Male das Rindlerwahn Autorentreffen, und ich durfte dort einmal mehr einen Workshop halten. Thema: »Der Rote Faden«. Nicht nur in Romanen, sondern Texten im Allgemeinen. Klingt erst einmal eher unspektakulär, hat aber mit Grundlagen der modernen Spannungslehre zu tun, die, wenn richtig umgesetzt, Lesende hoffentlich zu folgender Reaktion treiben:

Kreeeeeiiiiisch, war das eine SUPER Geschichte!!! <3 Wollt ihr so eine Reaktion bei euren Geschichten? Sehr schön, dann lest brav weiter und ich sage euch vielleicht, wie ;)

Wer Hören statt Lesen angenehmer findet, der kann auch die Videoaufzeichnung des Workshops ansehen. Folgende Punkte werden angesprochen:

  • Etymologie: Was ist ein »Roter Faden überhaupt«? Wo kommt der Begriff her?
  • Textlinguistischer Exkurs: Grundlagen menschlicher Kommunikation und was der Rote Faden damit zu tun hat
  • Wie ich einen Roten Faden in meiner Geschichte herstellen kann

 

Klick auf das Bild, um zum Video zu gelangen!

„Wie du mit dem Roten Faden einen Wow-Effekt beim Leser erzielst“ weiterlesen

Nachwort zum Rindlerwahn Autorentreffen & dem Deutschen Phantastik Preis

Dieses Wochenende wurden die Sieger vom Deutschen Phantastik Preis 2017 auf der Phantastika gekürt.

Da ich Monate davor das Rindlerwahn Autorentreffen inklusive Workshop zugesagt hatte, konnte ich nicht hinfahren – zu meinem großen Bedauern! Denn »Wolfssucht« ist beim DPP in der Kategorie »Beste deutschsprachige Kurzgeschichte« unter die Top 5 der Nominierten gekommen. Ich saß entsprechend wie auf heißen Kohlen.

Nun ist das Wochenende vorbei, ich hatte ein herrliches Autorentreffen mit den lieben Kollegen, und ich habe die Gewinner gesichtet. Bereit? Dann kein Zögern mehr:

»Wolfssucht« hat den Deutschen Phantastik Preis nicht gewonnen.

Stattdessen der große Andreas Eschbach mit seiner Kurzgeschichte »Acapulco? Acapulco!« Und ich habe das Gefühl, mitgewonnen zu haben: Mit so einem berühmten Namen in derselben Kategorie bis auf die Shortlist gekommen zu sein, ist ein gigantischer Erfolg für mich.

Zumal »Wolfssucht« meine erste größere Veröffentlichung und selbst herausgebracht ist. Sicher, da waren zig Monate des Schreibens und Überarbeitens, das Lektorat, die Jahre davor nicht zu vergessen, in denen ich nur schrieb und schrieb … Aber ihr wisst schon, wie ich das meine.

Ich möchte einfach nur Danke sagen. An die vielen Leser, Kollegen und wertvollen Kontakte, die ich in den letzten Monaten gewonnen habe. Frau Krauss vom Deutschen Phantastik Preis für den lieben Mailverkehr. Meinem Kollegen Matthias Teut, dessen Romandebüt »Erellgorh« ebenfalls endnominiert war, dass er mich im Fall des Falls bei der Preisverleihung vertreten hätte.

Ich beglückwünsche alle mit nominierten Kollegen, und auch Andreas Eschbach, obwohl er diese Zeilen wahrscheinlich nie lesen wird. Mein besonderer Glückwunsch gilt allen weiteren nominierten Indie-Autoren. Ich weiß genau, welch immense Arbeit ihr leistet, die so mancher übersehen möchte.

Zuletzt will ich allen Menschen danken, die »Wolfssucht« begleitet haben. Meinem Partner, dass er mich als Frau und Schreiberin gleichermaßen wertschätzt, meiner Familie, dass sie mich immer unterstützt, allen Freunden und Kollegen … Ihr wisst, wer ihr seid. Ohne euch wäre ich nichts und niemals so weit gekommen.

Vielen Dank <3