Aufzeichnung der Litcamp-Session: Schreiben von nichtweißen Figuren in der Fantasy

Alle, die meinen Vortrag bei der Herbstedition vom Literaturcamp Heidelberg verpasst haben, können ihn noch im Nachhinein auf YouTube gucken! Ich habe darin das Schreiben von Multikulturalität und nichtweißen Figuren in der Fantasy besprochen, mit Szenen aus »Die Götter müssen sterben« als Praxisbeispiele. Damit die Materie euch nicht überfordert, sondern nahbarer wird.

Hier könnt ihr die Session anschauen.

Im Vortrag werden mehrere Links als weiterführendes Lesematerial genannt. Hier die vollständige Liste.

 

zum Begriff »Schwarz« und der Ablehnung von »farbig«

Amnesty International über diskriminierungssensible Sprache

Rassismusbegriffe, Fokus Migration

Hautfarben-Guide von Victoria Linnea

Guide zu Afrohaar von Jade S. Kye

Artikel von mir zum Schreiben mit kulturellen Markern

Essay von James Mendez Hodez zur Rassismusgeschichte bei Orks

Kontroverse zu Schwarzen Elfen bei World of Warcraft

Stellungnahme von D&D bezüglich Rassismus in den eigenen Spielen

die im Vortrag kritisch diskutierte Szene aus »300«

Projekt zur Dokumentation von Schwarzer mitteleuropäischer Geschichte

Einführung: Was ist Colorism?

 

 

Zu Gast bei Radio M94.5, Thema: Orientalismus

Ich war beim Radio M94.5, zum Thema Orientalismus.

Wer den Begriff noch nicht kennt: Es handelt sich dabei um die Erschaffung eines fiktionalen »Orients«, was mit einer speziellen Form des Rassismus verzahnt sein kann, der sich gegen die Bewohner*innen jenes fiktionalen Ortes richtet. Diesen exotischen Traumort von 1001 Nacht gibt es nämlich eigentlich gar nicht. Er ist eine verschiedene Länder und Kulturen vermischende Fantasie, die dem ebenso wenig klar abgrenzbaren Okzident gegenübergestellt wird. Ich wurde als Autorin und Lektorin geladen, um Orientalismus in der Fantasy zu besprechen. Als weitere Expertin ist Eyşe Celik von dis:orient dabei, einem Kollektiv verschiedenster Journalist*innen, die vor allem politische Bildung zum nordafrikanischen und westasiatischen Raum machen. Danke an Parnian Chawarri und Leonard Lehmann, dass ihr uns interviewt habt!

Ihr könnt die Folge hier auf Spotify anhören.

 

Artikel auf TOR online: Nicht-Weiße Fantasy-Figuren sind mehr als ihre Hautfarbe

Passend zum Diversity Day ist ein neuer Artikel von mir bei TOR online erschienen, zum Schreiben von nicht-Weißen Figuren und Multikulturalität in der Fantasy. Hier könnt ihr ihn lesen!

Als Lektorin und Sensitivity Reader werde ich oft gefragt, wie man »richtig« Hautfarbe beschreibt. Zwar habe ich in dem Artikel weiterführende Links dazu, aber Nicht-Weißsein ist so viel mehr. Es kann sich in allen möglichen kulturellen Markern widerspiegeln, nicht nur bei Figuren, sondern auch im Weltenbau.

Mein Artikel soll dabei helfen, den Blick für diese Marker zu öffnen. Er soll – nicht nur Weißen – Autor*innen Quellen, Werkzeuge und Anregungen in die Hand geben, um eine moderne Fantasy zu schreiben, die ein zunehmend multikulturelles Publikum mitdenkt. Unter anderem diskutiere ich rassismuskritisch das Erbe von Tolkien und der Völkerfantasy, Whitewashing in Adaptionen von Le Guins »Erdsee«, und wie Dungeons & Dragons vorreitet in dem Versuch, inklusive Spielwelten zu gestalten.