Zu Gast bei Radio M94.5, Thema: Orientalismus

Ich war beim Radio M94.5, zum Thema Orientalismus.

Wer den Begriff noch nicht kennt: Es handelt sich dabei um die Erschaffung eines fiktionalen »Orients«, was mit einer speziellen Form des Rassismus verzahnt sein kann, der sich gegen die Bewohner*innen jenes fiktionalen Ortes richtet. Diesen exotischen Traumort von 1001 Nacht gibt es nämlich eigentlich gar nicht. Er ist eine verschiedene Länder und Kulturen vermischende Fantasie, die dem ebenso wenig klar abgrenzbaren Okzident gegenübergestellt wird. Ich wurde als Autorin und Lektorin geladen, um Orientalismus in der Fantasy zu besprechen. Als weitere Expertin ist Eyşe Celik von dis:orient dabei, einem Kollektiv verschiedenster Journalist*innen, die vor allem politische Bildung zum nordafrikanischen und westasiatischen Raum machen. Danke an Parnian Chawarri und Leonard Lehmann, dass ihr uns interviewt habt!

Ihr könnt die Folge hier auf Spotify anhören.

 

Artikel auf TOR online: Nicht-Weiße Fantasy-Figuren sind mehr als ihre Hautfarbe

Passend zum Diversity Day ist ein neuer Artikel von mir bei TOR online erschienen, zum Schreiben von nicht-Weißen Figuren und Multikulturalität in der Fantasy. Hier könnt ihr ihn lesen!

Als Lektorin und Sensitivity Reader werde ich oft gefragt, wie man »richtig« Hautfarbe beschreibt. Zwar habe ich in dem Artikel weiterführende Links dazu, aber Nicht-Weißsein ist so viel mehr. Es kann sich in allen möglichen kulturellen Markern widerspiegeln, nicht nur bei Figuren, sondern auch im Weltenbau.

Mein Artikel soll dabei helfen, den Blick für diese Marker zu öffnen. Er soll – nicht nur Weißen – Autor*innen Quellen, Werkzeuge und Anregungen in die Hand geben, um eine moderne Fantasy zu schreiben, die ein zunehmend multikulturelles Publikum mitdenkt. Unter anderem diskutiere ich rassismuskritisch das Erbe von Tolkien und der Völkerfantasy, Whitewashing in Adaptionen von Le Guins »Erdsee«, und wie Dungeons & Dragons vorreitet in dem Versuch, inklusive Spielwelten zu gestalten.

 

 

Elea Brandt über die Zusammenarbeit mit mir als Sensitivity Reader

Die Dark-Fantasy-Autorin Elea Brandt hat über die Erfahrung mit mir als Sensitivity Reader geschrieben!

Ihr 2021 kommender Roman »Mutterschoß« ist eine Fantasy, die an eine antike arabische Welt angelehnt ist. Gemeinsam haben wir an der Darstellung ihrer Protagonistin gearbeitet, eine migrierte Frau mit entsprechend komplexen Erfahrungen.

Ihr Artikel ist hier zu lesen und eine sehr gute Übersicht, was Sensitivity Reading eigentlich ist und bietet, wie die Zusammenarbeit konkret aussehen kann, inklusive Einblicke in ihren Text und meine Kommentare.

 

© Screenshots von eleabrandt.de