Swantje Niemann über die Zusammenarbeit mit mir als Sensitivity Reader

Als nebenberufliche Lektorin feile ich nicht nur an Spannungsbögen von Romanen. Seit einiger Zeit gebe ich auch Feedback zu sensiblen Themen wie Sexismus und Rassismus, insbesondere, was meine Erfahrungen als Tochter einer weiß-schwarzen, deutsch-marokkanischen Familie angehen. Diese spezielle Form von Testlesen, bei der minderheitliche Repräsentation von Betroffenen geprüft wird, hat einen Namen: Sensitivity Reading.

Eine Kundin von mir, Swantje Niemann, hat nun einen Artikel über die Zusammenarbeit mit mir geschrieben. Sie hat mich für den dritten Teil ihrer Fantasy-Reihe »Drúdir« herangeholt, um das Thema Rassismus in ihrem Roman zu beleuchten. Wie die Arbeit verlief, was sie daraus mitnehmen konnte und wie »Drúdir« nun ein Buch geworden ist, das sie selbstbewusster vor sich her trägt, kann man hier auf ihrer Homepage lesen.

Übrigens: Ich nehme nicht nur Aufträge auf dem Gebiet an, sondern bin auch daran interessiert, für Leute testzulesen, die mir wiederum Sensitivity Reading anbieten können z. B. im Bereich Queerness oder Mental Health. Kontaktiert mich einfach im Fall des Falls. Wer mehr zu Sensitivity Reading erfahren möchte, findet hier eine Informationsseite von Lektorin Victoria Linnea und Aktivistin Elif. Diese haben auch eine Google Docs Liste mit deutschsprachigen Leuten erstellt, die zu allen möglichen sensiblen Themen kontaktier- und buchbar sind.

 

Screenshot von Swantje Niemanns Blog

 

Nora goes Instagram!

Ab heute bin ich auch auf Instagram aktiv! Visuelle Person und Fotosüchtige, die ich bin, war das längst an der Zeit. ♥

Nicht nur zu meinem Schreiben, vor allem auch als Sängerin gedenke ich dort zu posten. Wer mir so meine Abenteuer begleiten mag, findet mich hier.

Noch richte ich den Account ein und muss mich erst auf Instagram zurecht finden, will mich aber schon jetzt mit den richtigen Leuten verbinden. Wenn ihr auch schreiberisch oder musikalisch tätig seid, lasst eure Accounts gerne zum Stöbern in den Kommentaren da!

Verspäteter Jahresrückblick: Das war mein 2018!

Ich bin so gut in 2019 angekommen, dass ich beinahe vergessen hätte, meinen traditionellen Jahresrückblick zu schreiben. Dabei war 2018 einmal mehr ein wahnsinniges Jahr. Bei meinem Jahresrückblick von 2016 schrieb ich, meine Ansprüche und mein Tempo zügeln zu wollen. Für 2017, dass ich mehr Widerstand lernen muss, Nein zu sagen und meine Grenzen klarzumachen.

Wenn ich mir meine Jahresbilanz von 2018 betrachte, ist mir Ersteres nicht wirklich gelungen. Das lag aber auch daran, dass ich meinen Bachelor in Deutsche Philologie abgeschlossen habe. Und da ich in meinem Fach zwei (!) Abschlussarbeiten zu je 30 Seiten schreiben musste, war ich entsprechend weg vom Fenster. Zumal ich in derselben Zeit an »Hexensold« gewerkelt habe.

Jetzt habe ich meinen Abschluss in der Tasche, genieße mein freies Semester vor dem Master und bin dort, wo ich schon nach 2016 ankommen wollte: ruhiger und gefestigter in mir selbst.

Das liegt auch daran, dass ich meine Vorsätze von 2017 verwirklichen konnte. Ich kann nun besser Nein sagen. Dinge, die mir nicht gut getan haben, habe ich gezielt liegen gelassen, mich in nötigen Momenten gewehrt und stürze mich nicht mehr auf jede Möglichkeit, die sich mir bietet. Arbeitsam bin ich weiterhin, doch weniger gestresst und mehr zufrieden.

 

Und trotz Bachelor hat sich 2018 eine Menge beim Schreiben und den Bands getan. Die Highlights auf einen Blick:

 

Was ich nach dieser umfangreichen Liste an Vorsätzen für 2019 habe? Eigentlich kaum welche.

Ich merke zwar den Stress des letzten Jahres nicht mehr, möchte es aber trotzdem locker angehen. 2018 sind einige Dinge passiert, die mir vor Augen geführt haben, wie wichtig die Menschen im eigenen Leben sind. Entsprechend möchte ich mir mehr Zeit für meine Freunde, meine Familie und Beziehung nehmen, für stille Momente, und vielleicht auch mal in der Ferne verschwinden.

Das heißt nicht weniger Schreiben, aber dass ich mit Freude am Text und weniger persönlichem Druck herangehen will. Wenn das bedeutet, dass dieses Jahr kein neues Galgenmärchen oder ein anderer Titel erscheint, dann ist das so. Dafür kommt das nächste Buch voll aus dem Herzen und wird richtig gut. ♥

So ganz scheint das Leben aber nicht mit meinen lockeren Plänen konform zu gehen. Es ist gerade mal Januar, trotzdem sind schon FÜNF Veröffentlichungen in Anthologien und mehrere große Live-Events, einige zur Leipziger Buchmesse, gesichert. Ich warte gespannt mit meinem Weinglas in der Hand, was sonst noch passiert.

In diesem Sinne:

Hallo, 2019!